5?2 Der Geometrie erster Theil.
Die Länge einer Ruthe nach dem kleinern Maaß»stab sei) — /?, und aü —«r./,; so wird Sc — ir./?.
Umgekehrt, wenn man weis, wie lang zw»Seiten -XL, LÖ, einer Figur nach einem bekanntenMaaßstab sind; und wenn man von zwoen SeitenaS, Sc, einer andern Figur die erste in einem kleinernmit dem vorigen gleichnahmigen Maaß so lang, alsdie erste von jenen, und die zweyte so lang, als diszweote von jenen macbt; so ist /XL : LL — aS : Sr.Es sei) nemlich -XL — m ?, LL — » L, aS — M./?,Sc — »./?, so ist -XL : LL — m : und aS;Sc —
»« : » ( 17 l §. Rech.) also -XL : LL — aö : Sr.
- Verbindet man hiemit die bisher vorgetragencnLehren von den Eigenschaften der ähnlichen grabli-nichten Figuren; so erhellet, daß man auf mancher-lei) Art eine Figur zeichnen könne, die einer andernähnlich ist. Auch wird daraus der vorzügliche Nu-tzen des verjüngten Maaßstülacs bey Zeichnun-gen im kleinen begreiflich. Die bisherige Lehrenstnd übrigens der Grund aller Charkenzeichnungen,weil die ganze Figur von einem Stück Feldes, undjeder andern ebenen Flache vermittelst des verjüng-ten Maaßstabeö im kleinen so gezeichnet werden kann,daß sie der grossen ähnlich ist. Wenn alle Seitenund Winkel der Figur im grossen gemessen sind, sokann man im kleinen eine Figur zeichnen, wovonalle Seitenlinien nach der Ordnung im verjüngtenMaas? so groß sind, als jene im grossen Maaß, undjedes Paar dieser Seitenlinien kann man vermittelstdes Transporteurs unter eben dem Winkel zusam-men sehen, unter welchen die gleichnahmigen Sei-ten der grossen Figur einander schneiden.
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