Druckschrift 
1 (1780) Die Rechenkunst, Geometrie und ebene Trigonometrie
Entstehung
Seite
420
Einzelbild herunterladen
 

422 Der Geometrie erster Theil.

Statt eines gegebenen schiefwinklichten Paral-lelogramms kann man also allemahl leicht ein recht-winklichteö verzeichnen, das jenem gleich ist, wennman die eine Seite des rechtwinklichten der Grund-linie, und die andre Seite der Höhe des anderngleich macht.

io; §.

62k. Dreyecke O über gleichen Grund-linien, in gleicher Höhe, sind gleich groß.

Beweis. Aus den Winkeln H, O, und den Sei-ten ^l>, ^L, und Ob, Ob verzeichne man die Paral-lelogramme ^6 und OO, die mit den DreycckenOKb gleiche Grundlinien und Höhen haben:so ist Pgr. - Pgr. Obl. (104 §.) Also ^^6 ^ OO, oder das Dreyeck OKb. (99 §.)

Jedes Parallelogramm ist demnach doppelt sogroß, als ein Dreyeck, so mit demselben gleicheGrundlinie hat.

106 §.

62k. i.) Ist die Grundlinie OK eines von zweycn

gleich hohen Dreyecken /X6L, OKb grösser, als dieGrundlinie des zweyten: so ist das Dreyeck OKI-grösser, als Denn ein Theil OK von OK ist

nun und das Dreyeck OKb > OKb, also OKb>

S9?. 2.) Wenn in zweyen rechtwinklichten Dreyecken

aör, die Grundlinie ^6 aS ist, aber dieHöhe ar > ^L, so ist das Dreneck nör in grössererHöhe grösser als denn auch ac, ^0, kann

man für die Grundlinien nehmen, so sind die Höhena-, gleich, und der Satz folgt aus dem vori-gen. Statt eines jeden von zweycn schiefwinklichtenDreyecken /VIIO, a/>^, auf gleichen Grundlinien in

unglei-