Der H. Abschnitt. Z67
Wenn ein P»nct? innerhalb der Granzen einer ^, xFigur liegt, und man ziehet durch denselben eine gra-de Linie 6kl: so wird diese Linie, wenn man sie nachbeyden Seiten gehörig verlängert, den Umsang derFigur wenigstens in zweenen Puncten schneiden.
Denn sie muß sowohl ans der einen, als auch auf derandern Seite, den Umfang der Figur einmahl errei-chen und sodann durch denselben durchgehen.
Ist also die Figur gradlmicht: so schneidet 6Ulwenigstens zwo von ihren Seitenlinien (14 §.) Undwenn die Figur ein gradlinichtes Dreyeck ist, wie inder 10 Figur, 6kl aber durch die Spitze ^ eines i o k.Winkels in diesem Dreyeck lauft: so schneidet 6klverlängert gewiß die dem Winkel ^ gegen überste-hende Seite.
Z2 §.
Die grade Linie ^6 ist unter allen übrigen Linien , ^/iLll, LOLL, die man zwischen eben den Punctenund 6 ziehen kann, die kürzeste. Durch die Ent-fernung eines Orts vom andern verstehet man ge-wöhnlich den kürzesten Weg, den man nehmen muß,um von einem Ort nach dem andern zu kommen: des-wegen ist die Entfernung eines puncts vomandern mit der gradenLinie zwischen beyden Puncteneinerley.
Wenn von /r nach k mehrere andre Linien ll66,^I)LK u. s. f. auf einer Seite der graben Linie ^6 sogezogen sind, daß sie insgesammt gegen die hohleSeite kehren, und einander nicht schneiden, auchkeine derselben entgegengesetzte Wendungen macht,wie so sind diese Linien alle ungleich, und
desto