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1 (1780) Die Rechenkunst, Geometrie und ebene Trigonometrie
Entstehung
Seite
359
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Der I. Abschnitt.

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die eine gemeinschaftliche SpiheO und einen gemein-schaftlichen Schenkel OL haben, deren übrige Schen-kel O und 08 aber in grader Linie liegen. SolcheWinkel heissen Neben-Winkel, (conriAui. ciein-cepz poliri.) und jeder Winkel hat einen solchen Ne-benwinkel. Ein Winkel /MO, der eben so groß,als sein Nebenwinkel ist, heißt ein rechter Winkel,(anAuIus reelluz) und man braucht nun die Redens-art: die grade Linie l)0 stehe auf M grade, odersenkrecht, oder lorhrccht, (reell-r 00 alteriAKeli yei yencliLuIariz, normaliz). Wenn beyde Ne-benwinkel LO^, LOK, ungleich sind; so sagt man,daß LO auf AK schief stehe, und die Winkel /MLund 8 OL heissen schiefe Winkel. Man ist ge-wohnt, statt des Worts rechter Winkel, der Kürzewegen, den Buchstabens zu brauchen, und wennman z. E. seht Ak)0 0: so heißt dies so viel, essey MO ein rechter Winkel.

20 §.

Alle rechte Winkel sind gleich groß.

Beweis. Es sey /MO 0, und AOL k, ^aber /ML > AOO. Man verlängere /M nach 8/so muß vermöge der Natur des rechten Winkels/MO 800 seyn, und aus eben dem GrundeML - 80L. Weil aber /ML > /MO ange-nommen ist, so müste 80L>800 seyn, welchesunmöglich ist, denn ein Theil kann nicht grösser alsdas ganze seyn.

Aus einerlei) Punct O einer graden Linie kannman also nicht zwen verschiedene grade Linien 00,OL, so ziehen, daß bevde zugleich auf AK senkrechtsind.