354 Der Geometrie erster Theil.
dieser Ebene anlegt, und nun kann man eine spitzigeFeder, oder etwas dergleichen, an der Schärfe desLineals von einem Puncte zum andern fortführen,n §.
Ueberhaupt wird in der Geometrie anfangs zumGrunde gesetzt, daß alle Linien und Puncte, die inBetrachtung kommen werden, auf einer und ebenderselben Ebene liegen: und diejenigen Lehren von denausgedehnten Grossen, welche sich in dieser Voraus-setzung erweisen lassen, machen den ersten Haupttheilder Geometrie aus, welcher den Nahmen der ebenenGeometrie (Leomenia plana)'führet.
12 §.
i kiZ. wenn man durch zwcy puncte ^ und 6eine grade Linie D?? gelegt bar: so ist dadurchdie Lage dieser Linie völlig bestimmt, und mankann durch eben die Puncte A und O keine andre gra-de Linie legen, die von der vorigen der Lage nach un-terschieden wäre, obgleich sie länger oder kürzer seynkönnte. Wenn man durch eben die Puncte A und Lnoch andre grade Linien ziehet; so fallen sie inöge-sammt mit der ersten zusammen.
rZ §-
Man kann von einem und eben demselben Punctrln'A. /V ein Paar unterschiedene grade Linien äk und ALfortziehen, so daß beyde in dem gemeinschaftlichenAnfangspunct A zusammenstossen: alsdenn bleibt derzwischen beyden liegende Flächenraum gegen die End-punkte ?> und zu zwar noch unbegränzt; doch istderselbe da, wo beyde grade Linien ihren gemeinschaft-lichen Anfangspunkt haben, in bestimmte Gränzeneingeschlossen. Dieser zwischen zween nach verschie-denen Richtungen AK und AL aus einerley Anfangs-
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