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1 (1780) Die Rechenkunst, Geometrie und ebene Trigonometrie
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353
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Der I. Abschnitt. 35z

nach der Lange. Deswegen kann man solche Bilderder Puncte nnd Linien so ansehen, als wenn es wirk-lich geometrische Puncte und Linien waren. Beweg-te sich ein wahrer geometrischer Punct von ä nach L;so würde der Weg, durch welchen er gegangen wäre,eine Linie seyn: und wenn der Punct wahrend seinerBewegung seine Richtung nie änderte; so wäre seinWeg eine grade Linie. Deswegen kann man sichdie Vorstellung machen, daß eine Linie entstehe, in-dem ein Punct von einem Ort zum andern sortgeht:und wenn dieser Punct, indem er fortgeht, seine Rich-tung nicht ändert; so wird sein Weg eine grade Linieseyn.

rc> §.

Wenn die Oberfläche eines geometrischen Kör-pers so beschaffen ist, daß jede grade Linie, die manzwischen zweenen ans dieser Oberfläche angenomme-nen Punkten ziehen kann, ganz in diese Oberflächefallt; so heißt sie eine ebene Fläche, auch schlecht-hin eine Ebene. Eine krumme Fläche aber isteine solche, worauf sich kein Theil, der eben wäre;angeben läßt. Ein zarter nicht sehr langer Fadenwird grade, wenn man ihn ausspannt. Wenn manauf einem ebenen Tische zwischen zweenen angenom-menen Puncten einen solchen Faden spannt: so wirder sich allenthalben an dem Tische anschliessen, woauch die Puncte auf dem Tische angenommen wer-den. Hierauf gründet sich die Art, wie man ver-mittelst des Lineals auf einer ebenen Fläche von ei-nen, Punct zum andern eine grade Linie zieht. Weildas Lineal selbst eben, und an seiner Schärfe gradeist; so wird die Schärfe an der Ebene allenthalben«nschlieffen, wenn man sie an zweenen Puncten aufRarli, Machen:. I. Th A dieser