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1 (1780) Die Rechenkunst, Geometrie und ebene Trigonometrie
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351
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Der I. Abschnitt. zzr

6 §.

2luch eine jede Linie hat ihre Granzen, wo sie an-fängt und aufhört, und die Granzen einer Linie heis-sen geometrische puncte. Man kann sich jedeLinie, wo man will, getheilt vorstellen, und die Gran-ze, wo beyde Stücke zusammen hängen, wird einPunct seyn. 'Also kann man sich in einer Linie un-zählig viele Puncte vorstellen, nur muß man sich hierdie Vorstellung nicht machen, als ob eine solche Linieetwa aus einer Menge aneinander gelegter Puncte be-stehe. Wenn eine Linie, die sich von A nach k er-1streckt, bey L in zwey Stücke AL und OK getheiltwird; so fängt das Stück AL in A an, und endigetsich in L: aber L ist nicht allein der Endpunkt vonAL, sondern zugleich der Anfangspunkt von Lll.Die beyden Stücke AL und Lk hängen in dem PunktL zusammen.

7 §.

Wenn die Theile einer Grösse so mit einander Zu-sammenhängen, daß da, wo der eine aufhört, zugleichder andre anfängt, und zwischen beyden nichts vor-handen ist, das zu dieser Grösse nicht gehört: so Heistsie eine stetige Grösse, (gusmiws cominun). Sosind alle ausgedehnte Grössen beschaffen, die man inder Geometrie betrachtet, wie das vorige Exempelvon der Linie zeiget. Die in der Welt wirklich vor-handenen Körper sind nicht von der Beschaffenheit,welches bey einigen deutlich in die Augen fällt. Indem Innern eines Schwammes z. E. befinden sichunzählig viele Löcher, die mit der Materie desSchwammes nicht ausgefüllt sind, und zwischen ei-nem Paar nach einander folgenden Theilchen befindet

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