2v Anfangsgründe der Rechenkunst.
renz beyder Grössen, auch wohl das Complementder kleinern Grösse zur grösser«: und eine Grösse, diezwoen, oder mehrern zusammengenommen gleich ist,wird die Summe der letztem genannt. Die Zahl6 ist die Differenz der Zahlen 14 und 8, und 14 istdie Summe der Zahlen 8 und 6. Zwey oder mehrGrössen zusammen addiren Heist ihre Summe suchen.Eine kleinere Grösse von der grösseren stlbrrahirenHeist ihrer beyder Differenz suchen.
20 §.
Auch bey diesem Geschäfte sind kurze Zeichen ein»geführt, wodurch man, statt der gewöhnlichen Worte,die Addition und Subtraction andeutet. Das Zei-chen (st-) bedeutet die Addition, und man setzt eszwischen beyden Grössen die addirt werden sollen.Diesemnach muß der Ausdruck 16 -i-Z — 19 so ver-standen werden: zu 16 addirt z giebt i y. Der Be-quemlichkeit wegen spricht man das Zeichen (ck-)durch mehr, oder p/n/ aus, weil es die eine Grösseum die andere vermehrt. Das Zeichen der Subtra-ction ist ein Strich (—), welchen man vor derjenigenGrösse setzt, die von der andern subtrahirt werden soll.So Heist der Ausdruck: 16 — z — iz, so viel als:von 16 subtrahirt z läst i z. Man spricht der Kürzewegen dies Zeichen durch das Wort weniger, oder«ürmr aus, weil es die grössere Zahl um die kleinerevermindert.
Es kann seyn, daß die Grösse, welche man voneiner andern subtrahiren soll, selbst schon eine Sum-me, oder Differenz andrer Größen ist. In diesemFall schlieft man sie, um Verwirrung zu vermeiden, ineine Parenthese ein. So bedeutet 9— (z -h 2) soviel, als 9 — 5, und 9 — (z 2) so viel, als 9 — i.
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