Der iziste Brief.
EOttes Gutheit soll uns bewegen um ihn zulieben und unserer selbst zu vergessen.
Herzlich geliebte Schwester!
C>ann ich nicht die Zeit dazu kaufen, dich^ mit ein Paar Zeilen zu grüßen, dann mußich sie stehlen , und dir in Eil sagen: daßGOtt so gut ist; daß du ihn mit mir dochsollst lieben, und daß ich dich auch nochliebe. Du wirst zwar denken: Hast du mirnichts anders zu sagen, dann weiß ichsschon. Nun, wenn du es weißt, dannwird dirs immer was Neues, und wohldoppeltes Porto werth seyn, wenn ein Bru-der, ders auch weiß, dir schreibt: GOttist so gut, so gut, so gur; laßek uns ihnlieben, und nur ihn lieben, und uns inihm lieben! Oder besser, ihn nur in ein-ander lieben!
Du bist ein armes schwaches Kind, dasweiß ich; und wenn ich nicht selbst auch einsolches wäre, dann würde ich wohl einstüber deine und anderer Schwachheit bestürztwerden, daß du so leicht aus der Ordnungkommst. Ich hoffe aber, es werde dir auchgehen, wie den Kindern, die mit Schluck-sen wohl einmal einschlafen, aber mit Lächeln
wieder
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