Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
459
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M. Theil. i5oster Brief. 459

^ Vorwurf möchte gewöhnet werden, der alleGesellschaft reichlich ersetzet. Nun der HErrhar sich dir auch nicht unbezeugt und unbesuchtgelaßen. Der einfältige reine Glaube aberstz, soll sich nicht weniger an seiner GesellschaftA beqnüaen laßen und erfreuen, wann er hin-term Vorhänge sitzt und schweigt, als wanner redet und sich sehen laßt. Die Ueberlaßungund süße Vereinigung mit GOttes Willen(der allem Selbstgesuch unendlich vorzuziehen)M bringt uns zu solcher Zeit GOtt näher, als» wirs denken, und disponirt uns zum glück-R liehen Ausgang aus uns selbst. GOtt ver-birgt sich nie vor uns auf eine Arr, oder es^ geschieht, damit wir ihn finden auf eine edlereG Arr. Aber ach! wo stehen wir dem HErrn»"d nicht im Wege ? Drum sollen wir weichen,ausgehen, loslaßen ohne Ende. Wo wirnicht mehr sind, da ist GOtt. Nur getrost!P Wir sind und wollen des HErrn seyn. Die-ik« ser Eine Gedanke kann tausend traurige Ge-M banken bei einem redlichen Liebhaber GOttesWs vertreiben.

> -JEsus lebe und verkläre sich immer

siiß völliger in unseren Herzen! Ich bleibe durchB Gnade.

Mülbeim,

A« den 9. Sept. 1751.