HI. Theil. Ilster Brief.
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beßte Weise, wohl leiden zu können. Dusolltest ja deine Übergebung nicht begehren zuwiderrufen, mit dieser Condition, daß duder Leiden los würdest? Ja gewißlich! GOttdirigirel deinen Weg und alles, was auf dichkommt, und wird selbst in dir die Last tragen,wann du dich in ihm los läsest.
Ich sehe in deinem so beschwerlichen Stan-de nichts an sich Sündliches, nichts in sichGefährliches, nichts, daß du wirksamer Weiseändern könntest : drum laß den HErrn, derja HErr und Meister in uns seyn soll, nurmit dir machen! Du kannst ihn jetzt mit nichtsbesser vergnügen, als wenn du bestmöglichstgut heißest und vergnügt bist mit ihm und mitallem, was er thut. Laß das düstre Bild fah-ren, als wenn GOtt wider dich wäre, oderdich verlaßen hätte. Wer nach seinem Inne-ren nichts will, als GOtt, ist nie von GOttverlaßen. Nein! Er ist nicht rvider dich,sondern mit dir, sonst könntest du es nichtaushalten; sonst hättest du nicht die Beruhi-gung, die du bisweilen erfahrest. Nur nochein wenig ausgehalten, so wirst du es baldauf eine weit gründlichere Weise erfahren, alsdu je hast vermuthen können. Inzwischen seyes uns eine große Sache, ein wenig leidenzu mögen, einem solchen GOtt zu gefallen!Ich grüße, rc.
Mülheim,den tb.März, 1751.
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