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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
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456
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Der i49ste Brief

Der HErr ist kangmüthig mit den Seelen, wir ^müßen es auch feyn; doch wird Ernst und

F>ein mir Angenehmes, vom i zten lustus, M^ habe mir Wenigem zu beantworten. Die tz«Specistcnrion dortiger bekannten Gerufenen ist «achimir zu meiner Nachrichl lieb und gut, aber kmuzu meiner Freude und Vergnügung müßte z.nsie viel schöner seyn. Nun! es wird bei man- j«Z§chem gewiß noch kommen, und ich weiß mich Hschon zu bescheiden, daß viele zwar Berufene, Waber wenige Auserwählte sind. Es läßt sichnicht erzwingen. Der HErr ist langmüthig;wir müßens mit uns und andern auch seyn,<Jac. s, 7. und 8.) ohne darum der Träg-heit der Natur das Wort zu reden. Dergefallene Mensch steckt tiefer im Verderben,und die Bande sind härter, als wirs glauben;es wird Ernst erfodert, um beraus zu kom-men , aber auch auvbarrende Geduld imernsten Lauf. Hebr. 12, l. (Nimm diesesauch für dich, mein lieber Bruder!)

Abend und Morgen macht einen völligenTag, das ist wahr: aber solcher Umwechs-kungen sind mehr als eine; der siebente Tag

auöharrende Geduld erfodert.

Mein lieber Bruder!

brachte