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Geistliche Briefe.
recht und lieb seyn, weil wir mit GOtt zu Mtbun baden. Man folget in Einfalt derNeigung und Offenherzigkeit, welche GOttgefallt, und nie ohne Segen ist. ^
Ich habe mehr brüderliches Mitleiden mit ^dir in den mancherlei Bedrängnissen, Pro- ^ /den und Leiden, als ich sage; und dieses ^Mitleiden beweget mich, daß ich deine Seeleund deine Leiden vielfältig dem HErrn anbe-fehle. Ich weiß, daß es dir öfters sauer dwird, ich weiß aber auch, daß der HErr Umit im Spiel ist, der mitleidiger ist, als wir ^alle, und dem ichs ganz ruhig zutrauen kann, ^er.werde dir die nöthige Kraft und Gnade Vvermerkt oder unvermerkt einflössen.
Ich will nichts dagegen sagen, daß nichteins und anders aus der Übeln Disposition «lyades Körpers entstehen könne; allein, wennGOtt will, daß wir sollen krank seyn, und rmidaß unsere Krankheit diese oder jene Beneb- »Wlung, Irritation , Versuchung oder Leidendem Gemürhe verursachen oder veranlaßen Oil!soll; siehe, was sollen wir dann anders ma- W,chen, als daß wir alles und uns GOtt beßt-möglichst überlaßen? Du bist in der Hand chj„GOttes, mein Bruder! Seel' und Leib sind Ohihm übergeben. Nichts überkommt dir von l§«ungefähr, sondern deine Leiden sind eine Con- !« mHsequenz und Effect deiner Uebergebung an AgrGOtt: und das Verharren in dieser Ueber-gebung , und das Vertiefen darin, durch die . ^Ueberlaßung, ist das beßte Mittel, und die
beßte