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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
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Der i44ste Brief. ^

Unterschied des Lebens der Sinne, und des Le- M,bens in den Sinnen. Angelegenheit wegeneiniger erweckten Seelen.

Mein Bruder!

HAie oft ich auch dir und dem lieben Bru- M'der A. ein Liebesbrieflein im Geist geschrie- i" Uden; so ist doch täglich so viel in den Weg iiistlgekommen, daß es mit der Feder bisher nicht V'igeschehen mögen. Jetzt muß ich doch wenig- Dstens sehen laßen, daß ich noch lebe und liebe, Wund ich bin mir GOtt gewiß, daß dieses Dletztere länger als das erstere aushalten wird.

Deine Brieflein sind mir jederzeit ange- ^nehm gewesen ; denn ob ich gleich selbst elend Wbin, so liegen mir doch immer meine Mitbe-rufene so an, und einige wie aufm Herzen. MWelche dort zu diesen letzteren zähle, will ich M,nicht sagen. In deinem Letzteren vom 27. Oct.hoffe ich, daß du dich wirst verschrieben haben, ^wenn du klagen willst, daß du so viel in denSinnen lebest, rc. Es soll vielleicht heißen, L,>.daß deine Sinne leben: aber, daß du soll-rest in den Sinnen leben , kann ich so völlig ^nicht glauben; denn das ist, seine Lust, sein ^Leben und Vergnügen in den Sinnen, in

sinn- '