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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
440
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Geistliche Briefe.

könne in diesem, der andere, er könne in einem ^!anderen Mittel, Uebung oder Weg einige st' >Stärkung, Hülfe oder Aufmunterung in derHauptsache erlangen: allein es muß keine EEectirerei daraus werden; man muß anderen Wnichts wollen aufdringen, und jederzeit die Wgroße Wahrheit fest halten, daß Christus MNicht tne o0er da, in diesem oder jenem, son- Wdern aller» »m Herzen mäße gesucht und ge- A>Ufunden werden, durch Bethen und Sterben. HGSonderlich können innige Herzen, d. i. See-len, die einen Zug zur inneren Herzenssamm- »ZElung, Stille und zum innigen Anhängen an UGOtt haben, und die durch eine kleine glück- Mliehe Erfahrung wissen, daß ihr GOtt und ^höchstes Gut, ihr Leben und ganzes Heil,ihnen so unaussprechlich nahe sey in dem süßenNamen JEsu; solche Seelen, sag' ich, kön- ^nen nicht mehr so rrlfria seyn, sich hie oder ^da, in dieses oder jenes mit ihrem Suchenund Leben einzugeben, und wenn sie es thun,so ärnten sie doch keine bleibende Frucht. Inden Anfängen sucht eine Seele es aller Orten: ^

sie kann nicht anders, sie muß so thun; aberGemüther, die wirksam sind, oder ein star-kes Leben in der Sinnlichkeit haben, die kön-nen beim immerwährenden Herauslaufen,Wirken und Treiben wohl eine schöne Perleverscherzen. Kurz! wir mäßen alles Gutewerth achten, aber uns dessen nur bedienen,um durch den nächsten Weg zum höchstenGur zu gelangen.

ES