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Hl. Theil. l4Zster Brief. 4;-
leiden zu können. , Ein Kind trägt nichts,als was es gegenwärtig fühlt, ohne zu unter-suchen, was es fühlt; es weiß nicht, wie Ge-duld oder Ungeduld aussiehet; es weint,wann es die Leiden fühlt, und im Augenblicklacht es, wann es die Mutier flehet. Ist derSchmerz vorüber, da denkt es weiter nichtan das, was gewesen ist, oder kommen könn-te; die Beschäfftigung mit feiner lieben Mut-ter nimmt so gar alle seine Andacht hin, daßes nichts übrig hat, an sich selbst und an an-dere Dinge zu gedenken.
Liebe Schwester! meynest du, daß derHErr dir und mir ohne Ursache einen schwa-chen Kopf gibt? Wir sollen einfältige Her-zenskinder werden. Die Kinder haben soihre eigene Theologie und Lebensart, und dochvertragen sie sich gut mit allen andern, dienur nicht gar zu unruhig sind. Du schreibstvon den verschiedenen Gerüchten und Begrif-fen, da der eine ruft hierhin, der andere dort-hin. Nun, das ist wahr, wenn Kinder undschwächliche Leute viel solches Schreien anhö-ren und herum sehen, da können sie confusund schwindelicht werden; und wenn sie sichins Gedränge der Leute wägeten, gar dieMutter aus dem Gesicht verlieren. Was gehtsaber uns an, ob man rüft: Hier ist Christus!da ist Christus ! da Christus selber in derSchrift und im Herzen rüft: Geher nichthinaus ! Man muß es zwar mit unpartheii-scher Liebe ansehen, wenn Vereine denkt, erE e 4 könne