418 Geistliche Briefe.
verderbe, welches seine göttliche Hand unter ^dem allem im Verborgenen fortsetzet. Laßdie Liebe nur mit dir machen! Liebe und «>leide, so gut du kannst; besiehe es aber nichtalle Augenblicke, wie gut solches geschehe?
Der HErr wird dir dein tägliches Brod ^schon darreichen, wie du nun und dann, nach ^den Proben, erführest. Eigenes Sorgen undAnstrengen rc. überwindet den Feind nicht,sondern demüthiges, ruhiges Einsinken indie verborgene Kraft Christi, ohne sich der MFeinde und seiner selbst anzunehmen. Die sMMutterhand, wodurch das Kind am Leit- ^band gehalten wird, stehet man nicht, doch Mwird man in den Gelegenheiten selbst eine ^Macht gewahr, die uns vor dem Fall bewahret. MSind die Versuchungen von solcher Art, ^wie du meldest, dann thut alle Heftigkeit . ..im Widerstreben, auch Traurigkeit und Un-Wille, nur mehr Schaden. Die Einkehr in s. ,sein Herz will da auch selten helfen. Ein lä»demüthig, mündliches Gebeth; ein Vermeiden It. ^der Vorwürfe; eine etwas applicirende (oder A >Nachdenken erfodernde) Beschäfftigung, oder i// !
gar eine gute Application des Verstandes thun Anoch wohl am beßten gut. Ach! der HErr - 5 ,sorget und bewahret uns mehr, als wirs Vglauben können, und wird endlich, mit seinem ^göttlichen Leben, in uns siegen, über allesLeben der Natur und Eigenheit. Amen! A
Mülheim, W
den Lz, April 1750. ' >
Der