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III. Theil. izöster Brief. 41z
lös, und suchen wohl gar für dieses SelbstNahrung in andern Dingen, da sie uns inG-Ott und dem Guten nicht mehr so vergön-net wird. Ach! mein GOtt! wie so höchst-ungeziemend ist dieser Sinn einem Herzen,das sich deinem reinen Dienst und deiner Liebegewidmet hat! Zerstöre diesen Grund derEigenliebe, daß wir in deinem Dienst nichtuns, sondern wahrlich dich suchen, nicht unserVergnügen, sondern dein Vergnügen: denndu bist unser Ende, und in dir, nicht in uns,ist alle unsere Seligkeit. Amen!
Ehe der Pfingsttag gekommen, konntendie lieben Jünger ohne die leibliche sichtbareGegenwart JEsu nicht lang in der St-lleaushalten. Ich gebe Kinaus fischen, sagtePetrus. Die Zeit fiel ihnen lang in der Ein-samkeit. So gehts auch uns. Man gehethinaus fischen in einem Buch, bei einem Men-schen rc. und es ist Gnade, wenn man in sol-cher Nacht nirgend was fangen kann, undder Heiland einem noch begegnet, und, wieden lieben Jüngern, die Fruchtlosigkeit alleseigenen Gesuches zeiget. Mit Furcht, mitScham, mit tiefer Erkenntlichkeit der göttli-chen Langmuth und Güte erinnere ich michdessen, was mich die eigene Erfahrung in die-sem Stück wohl gelehret hat: daß nämlichdie Versaumniß der Gebethsübung so wichtig,rind daß man zur Zeit der inneren Dunkelheitund Dürre so leicht in diese Versuchung gerei-chen kann. Man merkt den Schaden so bald
nicht;