Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
404
Einzelbild herunterladen
 

404 Geistliche Briefe.

in der Natur gewohnt sind, alles uns selbst, Bund mit Absicht auf uns selbst zu thun. Ist A,alsdann das Auge einfältig, so wird der Wganze Leib des äußeren Werks schon WLichr, und dem HErrn angenehm werden. MGOtt braucht unserer Werke nicht; er wiegt ' ,sie nach dem inneren Werth, nicht nach demAnsehen. GOtt zu lieb und Ehren einem ^Kinde das A b c gelehret, ist wichtiger vorGOtt, als predigen. Länder regiren, undviel Großes und Schönes thun mit Absichtauf sich selbst. Ich würde ohnmaßgeblichrathen, die Kinder das zu lehren, was ichgedächte, daß ihnen heut oder morgen im lLeben dienlich seyn könnte; mit gar unnöthi- "gen, oder nur vereitelnden Sachen aber mich Mgar nicht aufhalten. Ist nur das Gemüth Gvor GOtt andächtig, und im Hauptwerk w.unsers Gnadenberufs redlich und ganz gesin-net, dann wird einem schon im Gegenwär- ILigen ein Wort, oder sonst was in denSinn gegeben, so den Kindern erbaulich ist. !^>liUnd wann wir auch nicht direct was Gott-seliges sollten sagen, so erbauet doch solcher- Wgestalt Wesen und Wandel, uns ohnwis- »glsend. Wann säugende Kinder krank sind, NMdann gebe ich vielfältig nur den Müttern die kWArznei. Schuldiener sind solche Säugam- Hxmen; ihr Stand, Wandel und Wesen hak g.,einen Einfluß aus die untergebene Jugend, .mehr als man denken sollte. Die Worte,die gesprochen werden, thun es sonst nicht. »»7

Uebri- ^