4oo Geistliche Briefe.
durch die Leiden klein, rein und herrlich wer» Mden, ob wirs gleich nicht allemal so sehen Mkönnen. Es ist wahr, wir können unsweder zur Zeit der Leiden, noch zur andernZeit keine gute Gemüthsfassung geben; wir ^mäßen solches nicht einmal probiren, son->dem uns selbst dalaßend in unsern so innig- ^nahen GOtr uns einsenken, oder los laßen, ^in kindlicher Einfalt und Vertrauen. Je Mmehr Schwachheit und Elend in uns ver- Mspüret wird, desto mehr sind wir dazu ver- Mpflichtet. Was suchen wirs lange in uns? WWas sorgen wir? Was ängstigen wir Willuns? In unserm so innigst-nahen Heilande chmist es alles und allein zu finden; ja zu Mkfinden, nicht eben zu suchen. Wir suchen ^bisweilen aus Unverstand was Gutes, so wir ^unwissend schon haben. JEsus und alles ^Eure muß nicht so sehr gesucht, als nur ».gefunden werden. Wann wir was suchen . ^und machen wollen, dann gehen wir in unser ^ >'Eigenes ein ; nur sollen wir JEsum , undin ihm alles Gute, ganz nabe glauben, fin-den, haben, lieben, und ihn allein alles inuns seyn laßen. Der HErr lehre und gebeuns die Sache!
So, wie du, lieber Bruder, deinen Sinnausdrückest, bei deinen Leiden und bei derErfahrung deines Eigenen, so sich unter-mischt, gefallt mir wohl. Halte in GOttesNameissnur aus, unter seiner Hand. Plagedich nicht mit künftigen Beschwerlichkeiten.
Der ^