Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
385
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sagen: ich sehe keine Gefahr in deinem Wege.Du sichest die Hand nicht, die dich führetund unterstützet. Das Gold soll gereinigetwerden; da verursachet das Feuer Leiden undNoch; man stehet kein Gold mehr, sondernnur Unreinigkeit: die8urk'sxe, oder der ödereTheil wird ganz damit bedeckt. SolcheMenschen sind wir. Es muß hervor kom-men ; wir müßens sehen ja fühlen: das ist derEigenliebe ein bitterer Trunk. Man har sichwollen rein machen, und wird nun erst rechtunrein. Härte man nicht den unauslöschlichenHunger nach GOtt und seinem Leben empfan-gen, dann wärs noch erträglicher: allein derSchmelzer ist und bleibt unser Freund. Erstehet zu, wie lang es währen und wie weites kommen soll. So lernt man in die pureGnade sich senken, und die Nothwendigkeiteines ganz neuen Grundlebens aus ^lEsuerkennen. So lernt man sich schmiegen undbeugen. Hier muß es endlich die Vernunftaufgeben, und nur blindweg vor GOtt undMenschen Schuld bekennen, auch wo maneben nicht Schuld seben kann.

Du fragest: ob es nicht besser wäre, dichzu erklären gegen diejenige, so dir (wie dumeynest) Leiden verursachen? Antwort, ja!das ist besser im Fall, wenn dir ein und der-selbe Vorwurf einige Zeit, oder Tage nacheinander Verdruß macht, und es dir zu schwerfallen will. Und auch alsdann, wann duUrsache zu denken hast, daß ein anderer <alS

Zweir. L>. IU. Th. B d z. E.