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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
271
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III. Theil. 86ster Brief.

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Mitberufenen den Glauben des HauptmannSzu Capernaum schenken und erhalten möge!Luc. 7, 8 . JEsus ist der HErr, die Krank-heit ist Knecht, und gehet auf sein Geheiß.Ja, das ist gewißlich wahr. Das natürliche,menschliche Ansehen, Ueberlegen, Reden undfürchterliche Erwarten eines Dings, sonder-lich eines Kreuzes, einer Krankheit oder desTodes setzen nur das Gemüth in eine schäd-liche Confusion, Zerstreuung und Klcinmü-thigkeit. Laßet uns nicht die Dinge in sichselbst, sondern unfern guten, süßen Heilandin allen Dingen und Wegen ansehen, undmit Vergeffung unserer selbst und aller fürch-terlichen Vorstellungen, uns durchs Gebet!)nur mit ihm beschafftigen, und durchs Ein-sammlen und Bleiben im Geist ihm unsere See-len anvertrauen! In solcher Gemüthsfaffungkönnen wirs abwarten, was der HErr mituns und den Unseren Vorhaben möchte. Dasind wir empfänglich der göttlichen Gnade,Kraft, und alles Guten, und könnens un-serm guten G-Ott so kindlich Zutrauen, daß eruns die Nothdurft geben werde zur Stunde,da wirs bedürfen; ohne uns vor der Zeit zuängstigen. Uebrigens so bleibts dabei, ivirhaben hier keine bleibende Stätte. Es ist Mit-ternacht , da eine fast allgemeine Schlaf-sucht sowohl kluge als thörichte Jungfrauenüberfällt, und wenig Kraft zum thätigen in-wendigen Christenthum verspüret wird. GOt-tes Barmherzigkeit läßt zu guter Letzt, die

Stimme