Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
268
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268 Geistliche Briefe.

die Güter dieser Welt zu sammeln, sondern ^vielmehr solche mit beiden Händen auszu- ^streuen. LVefsen wird das sepn, das duczefammelt Haft? Die Zeit zum Säen ist ,bald dahin; laßet uns solche nicht versäumen,denn zu seiner Zeit werden wir auch einsam- ^meln und ärnten ohne Aufhören. Gal. 6.Merkt auf euren inneren Beruf, und erleich-tert euer beschwertes Herz durch eine redlicheUebergebung in die Nachfolge des armen Le-bens IEfu.

Es freuet mich, daß ihr noch gesinnet seyd, zMChristo sein Kreuz nachtragen, und die Zärt- Olichkeit der Natur dabei wagen zu wollen. Laß Duns also thun, lieber Bruder , in GOttesNamen, und heute den Anfang machen; aber ülaß uns uns selbst keine Bürden aufladen, dienicht in GOttes Ordnung sind, und nur den WGeist ermatten. Verläugnung ist der ersteGlaubensartikel; das edle Kreuz der zweite; dmund die Nachfolge JEsu Christi der dritte. !Ich schreibe was kurz und rauh: aber eure DnLiebe wird es zum Beßten deuten; ich finde litt!mich dazu gedrungen, obgleich kaum Zeit Wzum Schreiben habe.

Eure Frau, welche ins besondere und Herz- Wlieh grüße, die sollte sich billig mit ihren Elenden schiwas weniger, und mit dem süßen Heilandewas mehr beschäffliget halten, so gut sie nurkann. Sie gebe sich über, wie sie ist, und faste ^ein gutes Herz zu demjenigen, der so viel Herz ktz,und Liebe zu ihrer Seele gehabt, daß er