Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
266
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r66 Geistliche Briefe.

uns erfreuen im Geist? weil uns eben diese ^Dinge ein Beweis seyn können, daß wir nochauf dem rechten Wege sind, will der Hei- ^land uns durch innere Leiden und Enr- E,blößungen führen ; was hiNderts? Wik ^wissen ja, daß er in seiner Liebe unveränder-- ^lieh ist, und daß wir auch nur unveränderlichin der Liebe bleiben sollen. Du weißt wohl --die Faftenregeln Matth. 6, i6. und 17. Ge-hets uns auch inwendig was knapp, darum «r ismuß man nicht stracks sauer sehen: sondernsalbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, Mdaß Welt, Natur und Feind es nicht justmerken, sondern allein der Vater im Himmel.Haben wirs auch hie oder da nicht rechtgemacht; auch darüber keinen so großen Lex, . ,men gemacht! eben als wenn wirs mit einerlangen Unruh und trauren wieder versöhnenmüßten. Nein! nur den Fehler bekannt, miteinem ruhigen Mißfallen sich davon abgekehrt,und dann das liebste Kindlein JEsus vertrau-lich umarmet, und so dann alles vergessen!

Du verlangst Erinnerrngen deines Ver-Haltens; ich weiß nicht, wie du solches mey-nest. Ey! liebe nur; dann hast du Regelngenug. Dein Gebeth sey Lieben, das ist,in Abgeschiedenheit von allem Geschaffenen, denGOtt rm Grunde umarmen, und dem GOrv U ^dich laßen, der dir innig und allezeit naheist. Thue, rede, schweige, leide, verläugne chh

alles nur mit der einfältigen Absicht, GO» W

zu gefallen aus Liede. Dann ist der HErr W