HI. Theik. 84ster Brief. 26;
'EU Ja, meine liebe Tochter! meynest du, daßich deiner vergesse, und nicht fragen sollre,l Och wie dirs gehet? Dazu hat der HErr unserenWi, Herzen zu viel gemeinschast unter einandergegeben; eine Gemeinschaft, wovon ich glau-de, daß er selbst der Grund ist, und die dem-W ^ nach durch keine Zufällige wird unterbrochenwerden.
st itz ^ Aber! wenn ich dir ein lieber Bruder bin,E warum bist du dann auch mir nicht ein ein-«W fältiges Kind, und schreibst mit DeutschenM Worten, was dir denn nun wieder fehlet?
-Öder, soll ich das nur allezeit so errathen?
Oder, hast du nicht gern, daß ich dein Elend
wisse? Ich glaube ja, du solltest wohl mö-gen leiden, daß ichs wüßte, du willst aber,der HErr soll mirs zu erkennen geben. Allein,ich bin kein Prophet; und dir ists nützlicher,wenn du selbst einmal einfältig heraus sagst,^ was dich betrübt, und dann auch wieder dichselbst vergissest, um nur den Wen Heiland,s anzusehen.
>' Ich sehe es gar ungern, daß du traurigund bedrängt wandelst. Der HErr hat dichnicht aus der Welt berufen, um dich traurigund elend, sondern um dich glückselig zuMi machen von Nun an in seiner süßen Liebe und^ ' in seinem schönen GOttesdienst. D»e WeltMIß mag traurig leben, rc. Hat das FleischyD«- Leiden; thut des Heilandes Joch der Naturwas weh; kommen Proben und Anfälle: soll-ten wir darüber trauren, und nicht vielmehrKi . R 5 uns