254 Geistliche Briefe.
die so geschäfftig gewesen ist, armen Leiden- ^den vielfältig zu dienen, und sie zu erquicken,mehr als man glauben sollte, und die auchmanchmal den lieben Heiland als einenGast, in seinen Gliedern, beherberget hat, ^wird auch gewiß in den ewigen Hütten ein Uerquickliches Ruheplätzchen finden, obgleich Kaus Gnaden. Der HErr vergisset gewißnicht des Werks des Glaubens und der Ar- ^beit der Liebe, obsgleich seine Gesegneten ver- -;gessen. Matth. 25, 37 - Z9. Hebr. 6, io.
Aus Mangel der Zeit muß ich schließen. ^Ich umfaste dich im Gerst der Liebe, undgrüße dich und dein Haus, auch die S-Kin-der zärtlich in dem HErrn, der unsere einigeHoffnung, unsere Liebe und unser Leben sey in ^Ewigkeit! O! laßet uns ihm unser Ganzes ^cinräumen, damit dieses unermeßliche ewige ^Gut unser Ganzes auch erfülle, ziere und be-selige! Ach! wie ist es so schön und vergnügt,mir Ibm allein seyn, außer Ort und Zeit!Dahin ruft er freundlich hinein, und da ha- *den wirs alle in Einem. Sela!
— Ich kränkle wieder seit einigen Tagen, ^Hab auch diese Nacht kaum einige Ruhe gehabt; ? «und jeder Tag bringt mir auch sein Werk mit.Ach! wenn wir nur unfern Freund conlentiren, ^was ist dann an uns gelegen? Nochmals *herzlich gegrüßt im HErrn! Becher für mich!
Dein ^
Mülbeim, verbundener schwacher ^den 24. Oct. 1746. Bruder.
Der