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IH. Theil. 76ster Brief.
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versäumen, dann kann ein jeder schon seinenRuf und das Ziel seiner Berufung erkennen,welches Ziel er auch erreichen muß, wo andersder Geist in Zeit und Ewigkeit zur Ruhe kom-men soll. Vielleicht kommt ein anderer mitWenigerm zur Ruhe, daß also dessen Ziel,Ruf und Fähigkeit oder Hunger sich nicht soweit erstrecket. Je höherer Ruf, desto größe-res Vorrecht; aber auch desto höhere Ver-pflichtungen. Wie nöthig ist es dann, inne-bleiben und seines Rufs wahrnehmen und war-ten, damit wir unser Ziel erreichen! Und hät-ten wirs gleich vor unsers Leibes Auflösung er-reicht, so würden wir darum nicht dörfen stillstehen, sondern eine noch größere Fähigkeitbekommen, denn GOtt ist unendlich, undseine Mittheilung erweitert das Herz immermehr, rc. Doch ich rede so was kindisch hin.Ich wollte nur so viel sagen: Wir mäßen treuseyn an GOtt, und nicht zu genau nach denZuständen anderer uns richten.
Mülheim,den 2. Sept. 1746.