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»»Hü!
Der 7zste Brief.
Erbaulicher Bericht von einem kranken Bruder.
Herzlich geliebter Bruder!
hierdurch habe mit Wenigem Nachricht ge-^ ben wollen, wie sichs mit unserem liebenPatienten, dem Bruder H., seitdem ich letztgeschrieben, verhalten hat. Es hat nämlichder Schade noch als immer zugenommen, sodaß ein Stück nach dem andern erstorben, undweggenommen werden mäßen; und ist seit-etlichen Tagen alles zu einer einzigen großesWunde geworden, die man schwerlich miteinem ganzen Bogen Papier würde bedecken'können, frißt auch immer mehr in die Tiefe'und Breite fort, daß mans fast völlig den'kalten Brand nennen kann. Es stehet somiserabel aus, und riechet so übel, daß man
beherzt seyn muß, es offen zu machen.--
Wir^ wiffen nicht, was der HErr vor hat.Natürlich zu reden, könnte es noch etlicheTage währen , und auch wohl bald zu Endegehen, falls der kalte Brand (wie es gesternschien) völlig dazu schlagen sollte.
Unser Kranker ist durch GOttes Gütesehr gelaßen , still und kindlich mit demüthirgem Vertrauen, wartend auf die Stunde
seiner