HI. Theil. 7Zster Brief. 2zz
seiner Auflösung, wornach er verlanget. Ichfragte: Ob er, der Leiden und Schmerzenwegen, nach der Auflösung verlangte? Erantwortete: Nein! sondern um von der Hin-Derniß und Last des eienden Körpers frei zuwerden. Gelobet sep das Dreieinige Lie-beswesen ! sagt' er ein ander mal. Ich mußteihm gestern etliche Verse aus dem 71. Psalmtzß vorlesen, die er auf sich applicirte; auch sagteer auf mein Fragen: Ich glaube, daß GDtkiltzk mein GO" ist. Von seiner ihm sonst soliitz eigen gewesenen Furcht, sagte er, habe ihnder HErr erlöset, wofür ich dem HErrn mitdanken möchte. David und Hiob , sagte erst sE chnlängst, klagen so viel hin und wieder überM bre Leiden; das darf ich doch wohl nicht soh M hun? Ich antwortete: Du und ich habenM auch weniger Ursache, uns zu beklagen. HiobM hatte gerecht ge leb et, darum konnte er sichnicht stracks finden; wir aber haben keine Ge-^ rechtigkeit rc. worauf er anfing zu weinen,.c»,. und sagte: weg mir der eigenen Gerechrigskeic! Cr fragte': Darf ich nicht bitten undbitten laßen, daß der liebe HErr mir einige. ^ Linderung der Schmerzen gebe, wenns ihmbeliebet? Ich bejahrte solches, und hat derl . liebe Bruder auch ersucht - daß ihr dortigeMitbrüder für ibn bitten möget, daß derHErr ihn unterstützen, und sein Werk in ihmK« vollenden möge!
iD Ich schreibe dieses in des Patienten Stu-de, und laßt er euch alle noch herzbrüderlichsis? P 5 grüßen.