Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
230
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SZy Geistliche Briefe.

her Geist bleibt in seiner Freiheit ganz GOttanhangend, und läßt das Andere draußen,es sey denn, daß es GOtt anders wolle. ^So lang Seel und Gelst nicht geicheedensind, (Hebr. 4, ir.) kann der Mensch nicht ^so abgeschieden seyn: es kostet einen Tod; ^auch hars der eine mühsamer darin, als der Mandere. -ü?

Nun Hab' ich so etwas gesagt, liebe ÄSchwester, aber wirklich, du verstehest es nur ^halb. Du denkst an ein gezwungenes selbst E'.gemachtes Ding: aber das ist es nicht. Wann^''GOtt sich dem Geiste bekannt macht, dann -nimmt dieses hohe und höchste Gut denMGeist und dessen Annehmlichkeit zu sich, daß M§man sich keiner andern Sache mehr so tiefannehmen mag, als nur in göttlicher Ord--«,vnung. Und da kann man dann seyn, als die WTraurigen und doch allezeit fröhlich rc. M

Nun zum andern: Wie sollst du dann zudieser Abgeschiedenheit gelangen? Antwort.Verläugne, berhe und laß G(Dtr mir dir ^machen. Durch die Verläugnung scheiden «i»!sich deine Neigungen und dein Wille vondem, was dich berühren und verwirren kann.Durchs Gebeth, oder die Einkehr, entkommstdu der Sinnlichkeit, und gewöhnest dich,im Geist zu leben, und zu GOtt zu nahen,der allein Abgeschiedenheit und alles Gute indir wirken muß und wird. Und wenn duGOtt in-- und äußerlich mit dir machen

löstest.