Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
209
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tll. Theil. 64 ster Brief.

Sache sonst nach Wunsch ging; bald UnlustmW Verdruß, wann ich gehindert wurde,oder mein Werk nicht nach eigenem Willengehen wollte, rc. rc. Da wies mich der Mei-ster zurecht, und die Naturkraft in den Tod.Jetzt wollte ich fleißig sepn, um auszukom-men; da hieß es: Arbeite du für mich,

und nicht für dein Auskommen. Da wolltesich dann die Natur auf die faule Seite legen,weil sie doch nichts davon haben sollte:aber des Führers Auge entdeckte den Schalk.Ich sollte den Leib in Knechtschaft bringen,und aus Liebe so viel williger dienen. Mitdem Kaufhandel, worin ich anfangs stand,wollte es so gut nicht gehen; (mochte auchwohl an was Anders fehlen) deßwegen ichselbigen schon 1719 niederlegte, und einHandwerk lernte, welches ich so lange trieb,bis daß ich dazu theils keine Kräfte mehrhatte; theils von der Vorsehung mit Schrei-ben und sonst genug zu thun bekam. JetztHab ich noch so eine kleine Nebenarbeit, dassich nämlich einfältige Medicamente verfer-tige , (wovon ich so etwas verstehe) welchedürftige Kranke bei mir holen laßen. Die-ses Geschäffr ist mir zwar was unordentlich,weil man doch zu Dienst stehen muß, wannjemand kommt; ich aber halte viel darauf,daß eine zum Inneren berufene, sonderlicheinsam lebende Seele zum Arbeiten, zum be-sondern Geberh, zum Essen und Schlafen,wo möglich, eine ordentliche Zeit halte. AuchZweit. L». Ui. Th. -0 erfo-