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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
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Geistliche Briefe. ,

weil wir schwach sind, und er uns gerneine Zeit vergönnet, um gegründet und ge-wurzelt zu werden: oder aber weil seineWeisheit sichet, daß wir in einiger Sacheso präoccupirt stehen, daß es uns verwirrenund an der Hauptsache hinderlich seyn ^würde, wo wir angedrungen würden, es ^anders zu machen, oder anders zu glauben,als wir rhun. Darum aber muß man nunnicht auf die Gedanken kommen, ob sey es ''ssdann wohl eine gefährliche, oder doch unge- ^ .wisse Sache mit dem inwendigen Leben und *'Führung, wenn man nicht gewisser drauf Ebauen könne. O ja! man kann gänzlich draufbauen: es ist Wahrheit, und keine Lügen, Wwie und was uns die Salbung lehret; wir -Msollen nur ohne Scrupel bei derselben blei- -Vsben. Sie lehret uns Welt, Kreatur und EEigenheit verläugnen; sie lehret uns GOtt Eansehen, anbethen, lieben und meynen; das P«lehret und wirket sie. Auch lehret sie, wiewir alle äußerliche und natürliche Dinge ver- ^ inrichten sollen; aber nicht allezeit, was wir «, ithun und laßen sollen. Dieses Letztere mag Wetwa reinen und raren Seelen bisweilen wider- A afahren: insgemein ist es unnöthig. GOtt Achist es um die Hauptsache zu thun: in den chdm'übrigen vornehmsten Dingen finden wir im 'WBuchstaben der Schrift klaren Unterricht.Uebrigens läßt es uns GOtt vielfältig als Meine schöne Uebung der Demutk und des «htzGlaubens, daß wir in allen Besonderheiten Atz,