HI. Theil. 6§sier Brief. 205
zu machen, daß wenn eine dergleichen SeeleD eine solche äußere Sache anders machte, siev dann GOtt nicht eben so sehr gefallen sollte.Manche heilige Seelen unter den Römisch-Katholischen haben Dinge gethan, die wirnicht nur Beruhigung würden thun können;M gleichwohl hat GOtt ihnen ihr Thun, wie^ sie geglaubet, durch ein wahres Zeugniß»>!> approbirt und ratificirt: ^isinen, nichr mir,nicht ihres Thuns, sondern ihrer gottlie-» benden und gottmeynenden Gemülhsgestaltwegen. Den Reinen >1i alles rein. WeriE iffet, spricht Paulus, der iffet dem ^Errn,»D denn er danket GOrt: und wer nicht isset,M jsset dem HErrn nicht, und danket GOtt.«Um Röm. 14, 6. So auch mir andern der-A gleichen Nebensachen. Der HErr siehet aufllssv den Grund und die Hauptsache; ist die>üil richtig, dann heißt er leicht alles übrige gut,K« wenn es wahrlich Gm gethan wird. Allein,m!»> wenn etwas mir innerem Zweifel oder Wider-ü spruch gethan wird, dann geschieht es nichtihm, sondern ist böse, weil es nicht ausW dem Glauben geschieht; gesetzt, daß auch dieLä Sache an sich so böse nicht wäre.
B Dergleichen erstgemeldte HerunterlaßungenD GOttes sind um unsertwillen vonnörhen; ent-ffie» weder, weil er erkennet, daß unser Jnwcn-M diges noch so zart ist, daß es für die Zeitwii durch diese oder jene Dinge könnte Scha-iß den leiben; deßwegen rüft er uns wohl vonM etwas qb, das in sich unschädlich ist, nurß weil