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Geistliche Briefe.
nichts» anzuhalten; inzwischen kann da wohldie Seele nicht anders, als GOtt folgenund trauen, und andere müßen da Beschei-denheit gehrauchen.
Was nun anlanget die von dem liebenBruder verzeichnte und mir communicirteLehren; selbige sind, meines Erachtens, aller-dings von dem Geist der Wahrheit, undnicht ohne Salbung, dem Gemürh eingedrucktworden: die dabei empfundene innere Weiteund Beruhigung sind ein genügsamer Beweis,daß er GOtt darin gefallen habe. Weil nunaber in denselben auch sein Nichtarbeiten gutgeheißen worden; so darf der liebe Brudernicht denken, es stritte solches doch widermeine angeführte Gedanken von der leiblichenArbeit. Keineswegs! Denn eines Tbeils solieber und mepnet eine innige Seele GOttherzlich, und nach dem Maß ihres Standeslauterlich. Diese von GOtt in ihr gewirkteinnere Gestalt gefällt dem HErrn sehr; erapprobiret solche, und dieses Aeugniß, oderApprobation, fühlet die Seele öfters mit vie-lem Geschmack. Weil nun die innige Seelein dieser ihrer GOtt angenehmen inneren Ge-stalt, als vor seinem Angesichte, alles thutund alles läßet; so scheints ibr zu, ob appro-bire auch der HErr all ihr Thun und Laßen;und dem ist auch wirklich also: denn weilihr Auge einfältig ist, so wird ihr ganzer LeibLicht. Aber daraus ist kein unfehlbarer Schluß
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