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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
203
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III. Theil. 64 ster Brief.

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Zeit und Kraft zum Dienst ihres Nächsten imGeistlichen anwenden, von dieser sonst gött-lichen Ordnung auszunehmen sind. Nurdiese Unterscheidung muß ich anführen: daß,ob man zwar die Arbeit als einen allgemei-nen und ordentlichen Weg und WillenGOttes anzunehmen hat, ich deßwegen dochandere nicht urtheile, welche nicht arbeiten.Wer hat mich dazu gesetzt? GOtt ist frei,einige außeror enrllch zu führen: das hat ergethan, und er kann es noch thun. Wan-delt einer nur nicht unordenrllch, und willseine besondere Fübrung nicht auch andern alseine Lehre, oder besondere Heiligkeit Vorlegen,dann kann ich solche mit einem ganz unschul-digen Auge ansehen, und ihrem HErrn stehenlaßen. Auch weiß ich, daß der innere Zu-stand, und die Wirkungen in der Seele wohlauf eine Zeitlang zu äußerer Arbeit untüchtigmachen, und davon abrufen können ; welchesman auf die besondere Prüfung ankommenlaßet. Es kann wohl eine Seele in eine soernste Arbeit oder Kampf inwendig gesetzt wer-den, daß der ganze Mensch für die Zeit dazunöthig scheinet. Wo außerordentliche Gna-denwirkungen und Gaben erfahren werden,gehets fast eben so. Ober, wo bei den ersteninneren Mittkcilungen See! und Geist nochso gar nicht geschieden sind, da scheinet auchfast alles Außerordentliche dem zarten Ge-mütb eine Verhinderung und Zerstreuung zuverursachen. Es pflegen aber solche Stände

nicht