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IH. Theil. 64ster Brief.
ein Christ von Herzen zu thun (Ephes. 6,6. und 7-) sich willig finden soll. Ich glau-be, daß selbige dem Inwendigen nicht alleinnicht schade, sondern, in gebührender Ord-nung verrichtet, demselben beförderlich seynkönne. Sie kann uns bewahren'vor Träg-heit, düsterer Traurigkeit, Vorwitz und man-cherlei Zerstreuungen; hingegen viel Anlaßgeben zur Demuth, Verläugnung des Eigen-willens, und anderer natürlichen Verderb-nisse, und demnach beförderlich seyn zumGebekh und Wandel in der GegenwartGOtres.
Zwar ist die mühsame Arbeit eineFrucht des Falles, sowohl als alles innereund äußere Kreuz und Mühseligkeit diesesLebens: aber dieses alles hat uns GOttesewige Weisheit durch Christum dermaßenllt'segner, daß es nicht ein schädliches Gift,sondern eine, obgleich bittere, doch heilsameArznei wird, wenn wirs nach seiner Verord-nung gebrauchen; wie bann auch unser Essenund Trinken, und was wir sonst in natür-lichen Dingen tbun, im Namen Christi, undalso im Segen geschehen soll. Ja bei überna-türlich lebenden Christen ist die Arbeit, undwas sie sonst natürlicher Weise thun oderleiden, kein so bloß natürliches, gemeines undverächtliches Ding mehr; es ist und wird durchChristum auch nebeiliger, und zu einer geist-lichen gottesdienstlichen Sache gemacht.
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