Hl. Theil. ;6ster Brief.
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keine redliche Iiesolution mehr anskommendarf, aus Furcht, es würde doch alles ge-hen, wie zuvor. Das ist so das Element desUnglaubens, worin man kümmerlich lebt,und wobei es mit unserm Christenthum keinenrechten Grund noch Fortgang hat.
Daß es nun mit euch so nicht recht fortwill, liegt nichr so sehr daran, daß ihr elend,verderbt und gebrechlich seyd; denn dafürhaben wir einen Heiland, der vergeben underlösen kann; sondern daran, daß der Grundzur Erlösung von solchem Elend nicht genuggesetzet und geübet wird, in einem süßen Ver-trauen zu diesem Heiland, und in einem ein-fältigen , und wo möglich stäten Gespräch,Umgang und Liebeszukehr mit und zu dieseminnig - gegenwärtigen Herzensfreund, auchohne Sehen und Empfinden. Denn ich bingewiß, daß durch diese Uebung des Herzens-gebeths, oder der liebevollen Zukehr zu IEsuin euer Herz, allem eurem Schaden würdegeholfen, und alle Bande leicht und unver-merkt würden zerbrochen werden.
Durch das Andenken eines so allgenug-samen und heiligen Vorwurfs würdet ihr dasAndenken eurer selbst und alles Bösen selig-lich verlieren. Eure nöthige Hausgeschäfftehindern euch nicht an dieser Uebung, wennsie vor GOtt, und ibm zu lieb verrichtet wer-den: sondern euch hindert theils der Unglaube,und dann auch, daß ihr in den Gescbäfflenund im Umgang mit Menschen das süßeL 2 Anden-