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Der 46ste Brief.
An eine kranke Freundin» ; daß ihr die Eine EArznei nur helfen könne: IEsum anhangen Mi
mir zarter Liebe, und Unannehmlichkeit
ihrer selbst und aller Dinge.
Herzlich geliebte Schwester!
-Dein leibliches Ungemach entstehet
viel vom Gemüth. Eine Arznei kann dirhelfen, welche beim liebsten Heiland zu bekom-men ist; sie heißt: IEsu anhangen mirzarrer Liebe, und Unannehmlichkeit dei-ner selbst und aller Dinge. Versäumest dues, dich dieser Arznei zu bedienen, dann laßtes GOtt deinen Leib fühlen, daß dem Geistwas fehlet, und das ist Gnade. Brauchedann doch diese Arznei täglich und stündlich.Ist sie etwa nicht vorhanden, dann hole sie;aber ohne Geld, sonst bekommst du nichts!Erwarte sie mit Vertrauen von dem, der sieumsonst gibt. Fange nur an mit dem Ge-brauch; wills gleich im Anfang nicht schmücken,fahre nur fort; ich kann dir die übergroßeLieblichkeit und kräftige Wirkung dieser Arzneinicht genug anpreisen: sie gibt ewiges Leben.An dich und deinen Schaden darfst du nichtgedenken, wann es auch desperat schiene;denke nur an den innig gegenwärtigen, mäch-tigen
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