Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
136
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Geistliche Briefe.

dennoch hat dieß seine mancherlei Staffeln.Alles dieses hatte Paulus erfahren, und dochglaubt er, daß er in diesem Leben noch einMehreres erfahren könnte, Phil. z. Sum-ma, so wohl die Erkenntnis GOttes undseines Sohnes JEsu Christi, als auch diedaraus entspringende Seligkeit kann immeranwachsen in dieser Zeit, und wird vollendetin der Ewigkeit: doch ist in diesem Leben soviel davon zu e-fahren, daß es der Unglaubewohl nimmermehr denken sollte. Noch hierin diesem Leben können wir der göttlichen Na-tur theilhaftig werden; und, wer dem HErrnanhängt, der wird Ein eierst mir ihmi Cor. 6, 17. Es sind dieses zwar hohe undgöttliche Dinge; aber GOtt har sie verheißenin Christo JEsu, und gönnet sie uns allengern. Weil wir aber nun solche Verheißun-gen haben, so sollen wir uns reinigen vonaller Befleckung des Fleisches und des Geistes,und nirgend stille sieben, sondern in der Gna-denkraft GOttes unsere Heiligung suchen zuvollenden, 2 Cor. 7,1.

Nun hoffe ich, wird der liebe Freund meineMeynung in etwa fassen, und aus Obigemseine andere Frage beantwortet finden: wo,oder an welchem Orr diese OffenbarungGVrres geschehe? Nämlich nirgend anders,als im Grunde unsers Herzens. Inwendigsitzt die Sünde, Hölle und Verderben : in-wendig muß auch die Erlösung und Seligkeitkommen. GOtt und alle Seligkeit kenne

ich

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