III. Theil. 45ster Brief. IZ 5
hkq den, aus lauter Gnaden, um des Verdien-^ stes Christi willen. Wird nun dieses etwaschi merklich empfunden, dann erkennet man denVater, und empfindet eine Seligkeit, wie„ die Schrift es auch so ausdrücket, PsalmA i. und 2. und Ephes. 2, 8 . Aber dabei mußW man nicht stille stehen bleiben. Solche Glau-hjge, die in dem ersten Grad schon selig wa-^ ren, werden von Paulo vermahnet, daß sieAr schaffen sollten, selig zu werden, nicht zwardurch eigenes Thun oder Werk, sondern^ durch Wahrnehmung und Gehorsam derE Gnade GOttes, der in ihnen, und auchkirk jn uns, wirken will, beides das Mollenund das Vollbringen nach seinem wobl-O gefallen. Phil. 2, 12. und iz. Diese Wir-'"llt kungen GOttes zielen nun hauptsächlich da-ch hin, daß er alle Werke des Teufels in uns^ zerstöre, Sünde, Kreatur und Selbstliebe;M GOtt aber und das Unsichtbare immer wich-O tiger mache, und zu seiner seligmachendenM Gegenwart hinein ziehe. Da wird dann diek i« Seele fähig, das zu erfahren, was Joh. 14,B 2i-2?. und 2 Cor. 6 . stehet, daß sich nämlichK der HErr JEsus ihr inwendig offenbarer,M ja gar seine Wohnung in ihr aufrichtet. Und^ wer das wahrlich erfähret, der findet nocheine weit größere Seligkeit, als die ersiere,welche nur in der Schenkung seiner Sünden,oder in einigen Blicken der Gunst GOttes"l, befand. Davon sagt Johannes: Wer den^ Sohn har, der har das ewige Leben : und^ I 4 dennoch