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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
128
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Geistliche Briefe.

machen an uns selber, aber nimmermehr an ^GOtt, dessen reine Liebe unsere Elenden eherverzehren kann, als das Feuer einen Stroh-halm, wann wir uns mit Vertrauen über-laßen.

Nun, mein Freund! es widerführet euch "nichts Neues. Eben dergleichen Leiden gehen ..über eure Brüder in dieser Welt, obgleich "nicht bei allen gleich schwer und lang. Erwar- Atet nichts von euch selbst, aber alles von der ,Güte GOttes, die so innig nahe ist. Dasist eine gemeine Versuchung in solchen Stän- ! ^den, daß die Seelen denken, dieses oder ^jenes schicke sich nicht auf sie; ein anderer ""wisse so alle ihre Umstande nicht; man urtheile ^zu t'Lvorsble von ihnen, und was dergleichen Z"mehr ist. Haltet euch mit solchen Reflexionen ^nicht auf. Ich weise euch nicht auf euch "selbst; ich weiß, daß ihr ein Adamskind seyd, Mwie ich. Euer Weg ist auch noch nicht vollen-der, er gehet aber richtig dahin, und GOt- vtes ewige Liebe wartet nur darauf, daß ihr 'Aeuch, mit mir, in ihren Schooß fallen laßet, ^

den 7. Jan. 1744-

so wie ihr sepd. Amen, es geschehe!Mülheim,

Der )-r