44 Geistliche Briefe.
lieben gegeben hat, und die demnach keine D!Ruhe noch Vergnügen außer ihm haben kön- Enen noch wollen, nicht nur die empfindliche EGnaden und Mittheilungen, sondern auch diedamit gepaart gehende Lust und Leichtigkeit zu W"allem Guten verlieren, ja ihnen zugleich ihretief eingedrungene Unart, Eigenheiten undäußerstes Unvermögen, sich zu bessern und zu 5*»verwahren entdecket wird; welches bei einigen kWgar gründlich hergehct, und lange wahret.Dieß ist der Stand der inneren Läuterungen, kWwelcher dem Stand unter dem Gesetz in vielen IWDingen ähnlich scheinet, doch aber sehr weitdavon unterschieden ist; wie ich im Briese wi- mWder die falsche Freiheiten*) wo mir recht ist,erkläret habe. Hier muß die Seele aus Noch H»sich letSenrllch hingeben, verlieren, und NGOtt überlasten: aber unter dem Gesetz muß Mchsie nach Christo amd seiner Gnade schreien, chmsolche in Demuth erwarten, und inzwischen Wr!wirksamer Weise wider das Böse kämpfen. !i»!wDieser Stand der Läuterungen ist auch wirk- »cknlich unterschieden nach seinen Staffeln, nachden Beschaffenbeiten der Seele, und nach WGOttes Vornehmen über sie. In solchem WerZustande nun findet sichs immer mehr, wie so sm iüberaus schwer es fällt, daß ein Mensch der >>i ZGerechtigkeit GDttes (welcher allein die Ehre iWghaben will) wahrlich unterthan werde, vonallem Vertrauen auf sich und das Seinige ab- hiiH
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