28 Geistliche Briefe. ^
gend in seine vorige Ruhe wieder einsinken > /.möge. Ich will sagen: die Seele erneuret ! Asich, auf eine wahrhafte aber ruhige Weise, ^ ^jn'ikrem Glauben der innigen Nahheit ihres *GOttes, in der liebevollen Andacht zu ihm, «in der ganzen Schenkung an ihn; sie bezeu- Dget ihm durch eine That der Liebe, oder ^Liebeswort, daß sie nichts wolle, als ihnallein; oder aber, sie übet aus eine Thatder Anbethung, der Verherrlichung, des ^Wohlgefallens an diesem vollkommensten ^>i>Gut, u. s. w. Oder worauf das Gemüth kernsonst am erstell gelenket wird, und wobei '«
sichs am beßten befindet. Alles aber, wie l>W
gesagt, auf eine unverstellte, ruhige, unver- Mwirrte Weise, ob etwa die Seele ihre vorige kieLRuhe und Nahrung wieder finden möchte?Beliebt solches GOtt nicht, nach einigem >PkVersuch, dann muß man wissen und glau-den, daß das ruhige Leiden der Dürre und WEmpörungen, und die süße Vereinigung mit I>e lGOttes Willen ein sehr gutes Gebet!) scy. ß,Man muß sich zwar sehr in Acht nehmen,daß man durch unnöthige Zerstreuungen den ^
Tag über, oder durch wirkliche Untreue zu Akeinerlei dergleichen Dürre wissentlich Anlaß kmgebe: sollte aber auch dieses geschehen seyn; Wso muß die Seele solches nur mit Verde- Umürhigung bekennen, übrigens aber sich gera- «chde so dabei verhalten, als wann sie es nicht k,veranlaßet hatte. tz
Hiebei