- III. Theil. uter Brief. 27
^ nur etwa ein kurzes Liebeswort zu sagen. BeimD- unverstellten Stilleseyn findet man ein verbor-M genes Wohlseyn, ohne daß man dessen Ursachebegreifet. Man ist genähret worden, ohneMch daß man weiß, wie man die Speise bekom-men hat, rc. Wenn nun dergleichen bei dirM vorgehet, lieber Bruder, dann laß dich dieO Versuchung nicht irren, als wenn du in einersEü falschen Ledigkcit ständest, wie wohl manchenM Seelen geschieht. Es ist ein Weg, der dieOltz folgsame Seele zur Beschaulichkeit, zuHi« GOttes Jnwohnung, und gar zur Einheitj« mit ihm leitet, und unaussprechliche GüterW mit sich bringet.
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Auch ist das keine falsche Ledigkeil,« wenn man so gar nichts Angenehmes bei derO Glaubensandacht und Zuneigung zu deminnig nahen GOtt, sondern an dessen Stattnur Dürre und Blöße spüret; oder wohl auchjuß- das verständliche und sinnliche Theil dasnch Gemüth mit tausend verstreuten PhantasienÜch und andern Empörungen drücket und bedecket.Man verachtet und träget solches mit ruhi-ger Gelaßenheit: der Geist oder das Ge-B- müth, so nichts damit zu thun hat, bleibt»B an seinem Ort und Werk, so ungestörtals möglich; er machts wie ein Kindlein,W das durch Schmerzen oder Getümmel imivü süßen Schlaf an seiner Mutter Brüsten ge-störet werdend, wieder anfängt, seine LefzenB zum Saugen zu bewegen, damit es sau-B Send