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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
29
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III. Theil. Hier Brief. 24

Ä Hiebei will ichs nun bewenden laßen,W ohne verschiedene andere Gebethsarten, oder

Führungen zu berühren, welche bei Unge->kij übten das Ansehen einer falschen Stille oder

ihm, Ledigkeit haben könnten; da, wie ich anfangs

W gesagt, die eigene und wiederholte Wirkun-

M gen der Seele, sich bei treuem Fortgang

Stz immer mehr verlieren, und von der Wir-

V kung GOttes gleichsam überwunden, und

, ssr in sein einförmiges Leben verändert werden,

ch» Denn entweder sind die Wirkungen GOt-

Md tes in der Seele merklich, und da hat sie

M keinen Scrupel sich denselben leidcntlich zu

> W überlaßen, und Ihn durch ihr eigenes Thun

M nicht zu verhindern: oder, GOtt hat doch

W die Seele schon so sehr in seiner Hand, daß

hle? sie ihn gern Meister über ihre Wirkungen

gW seyn läßt. Denn was anlanget die Stände

M der Läuterungen und inneren Leiden, da schickt

e us sich die Seele, so gut sie kann; sie hat Geduld,

sie leidet, sie liebet, und machts überhauptso, wie oben schon erinnert worden.

^ Kurz! willst du mit mir das inwendigeM!« Gedeck) üben, und vor aller falschen Ledig-

M keic gesichert seyn? so laß dein Gebet!)

gepaaret gehen mit stäter Derläugnung desW Geschaffenen und alles deines Seldsts,

E nach Anweisung des Geistes und der Vor-

W sehung, damit du GOtt rein lieben, und

ihm allein ergeben seyn kannst. Meide auchalle Weitläuftigkeit und unnöthige Zerstreuung