III. Theil. Hier Brief. 24
Ä Hiebei will ichs nun bewenden laßen,W ohne verschiedene andere Gebethsarten, oder
Führungen zu berühren, welche bei Unge->kij übten das Ansehen einer falschen Stille oder
ihm, Ledigkeit haben könnten; da, wie ich anfangs
W gesagt, die eigene und wiederholte Wirkun-
M gen der Seele, sich bei treuem Fortgang
Stz immer mehr verlieren, und von der Wir-
V kung GOttes gleichsam überwunden, und
, ssr in sein einförmiges Leben verändert werden,
ch» Denn entweder sind die Wirkungen GOt-
Md tes in der Seele merklich, und da hat sie
M keinen Scrupel sich denselben leidcntlich zu
> W überlaßen, und Ihn durch ihr eigenes Thun
M nicht zu verhindern: oder, GOtt hat doch
W die Seele schon so sehr in seiner Hand, daß
hle? sie ihn gern Meister über ihre Wirkungen
„gW seyn läßt. Denn was anlanget die Stände
M der Läuterungen und inneren Leiden, da schickt
e us sich die Seele, so gut sie kann; sie hat Geduld,
sie leidet, sie liebet, und machts überhauptso, wie oben schon erinnert worden.
^ Kurz! willst du mit mir das inwendigeM!« Gedeck) üben, und vor aller falschen Ledig-
M keic gesichert seyn? so laß dein Gebet!)
gepaaret gehen mit stäter Derläugnung desW Geschaffenen und alles deines Seldsts,
E nach Anweisung des Geistes und der Vor-
W sehung, damit du GOtt rein lieben, und
ihm allein ergeben seyn kannst. Meide auchalle Weitläuftigkeit und unnöthige Zerstreuung