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Geistliche Briefe.
dich, wegen des Verhaltens in dieser Sache,nicht einmal geantwortet habe. Ich scheuenämlich alles fruchtlose Gezänk, und sonder-lich , daß ich den liebsten GOtt nicht eini-ger maßen hindern möchte, wo er mich et-wa durch diese Umstände möchte vergessen,verachtet und vor den Geschöpfen verborgenmachen wollen; worin ich sehr bin gestärketworden, seitdem ich wahrgenommen, alswenn einige meynten, ich wollte gern Papstseyn. Dich bitte ich nur, lieber Bruder,vertheidige mich nirgend; glaube aber auchnicht alles, was zum Nachtheil der Brüderzu E. gesagt wird. Der Geist des Argwohnsstiftet daselbst und anderswo viel Nebels.Lerne vieles mit Schweigen anhören, undmit GOtt im Herzenskämmerlein bleiben,alle lieben, ohne dich auszugießen, und GOttzu befehlen, was du nicht andern kannst.Zuletzt sieget doch die Wahrheit. Was GOttnicht gewirket hat, muß wieder zerfalleu.-
Bruder N. hat mir wissen laßen, daßer so gern einmal zu mir kommen wollte.Er ist mir jederzeit lieb; ich aber wünscheaus dem Geräusch heraus, und vergessen zuseyn, anfangend beim ersten Buchstaben indes kleinen Kempis A. B. C.
Verbleibe unverrückt
W
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Dein
W,
ASilii!
Mülheim, Verbundener im HErrn.den 21. Jan. 1740.
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