Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
19
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HG Der 9te Brief.

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M An eine schwangere Freundinn, wie sie ihrelÜW jetzige und künftige Leiden ansehen mäße.

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In der GnadeIEsu geliebte Schwester!

ÄM gedenke ihrer in meiner Schwachheit^ vor dem HErrn, auch bei ihren jetzigen'E Umständen. Sehe sie doch ihre jetzige undM künftige Leiden im kindlichen Glauben an.W unsere Leiden, und sonderlich solche, L Schmerzen, sind allerdings bittere FrüchreM der Sünden: weil wir uns aber dem erge-ben haben, der aus Liebe zu uns, von einemW Weibe geboren, und am Kreuze gestorbenE ist, so sind auch alle unsere Leiden heilsam,und gut: wir sollen sie alle nicht so sehr!> 1 , kE als Sündenfrüchte, sondern als Liebesseile,B und Zeichen aus der Hand unsers GOttesD und Heilandes annehmen. Gedenket dann:Glj Auch diese meine Schmerzen kommen vonDl« meinem guren GcDrr, der gibt sie, derschaffe sie nur seiner Hand. Ich sage nichtzu viel, das stehet eben von diesen Schmer-zen deutlich in der Schrift, i B. Mos. z, r6.

M Nun wohlan dann, nehmet den heilsa-men Kelch aus so guter Hand, mit Unter-All B r werftmg