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Hl. Theil. Zter Brief.
und Freundschaft einnehmen wollen, nehmensie uns insgemein, guten Theils, aus GOttesLiebe und Freundschaft heraus, weil wir unsso ganz ausgießen.
Du weißt, lieber Bruder! daß mein Rufund Führung dahin gehet, nur so nnt GOttallein zu leben. Ich weiß, was GOtteinem wahren Einsamen ist. Darum hatsmich auch so herzlich erfreuet, wie ich ver-standen, daß andere erhaben und gelobet,ich aber herunter gemacht wurde; ob dugleich dieses in deinem Briefe nicht meldest.Ich zwar habe die Wahrheit bezeuget; dasweiß ich. Glaube es, wem GOtt den Glau-ben giebet! Ein Hauptstück dieser Wahrheitaber ist dieses, daß man die Ertödtungenund Verachtungen herzlich lieben niüße; daswollte ich dann auch selbst gern thun, ohneviel schwätzen. O du liebe Verachtung undVergeffung aller Kreaturen, wie fein ver-birgest du uns vor tausend Pfeilen, welchedie treffen, so bloß stehen, und setzest unsin die selige Abgeschiedenheit und Einsamkeitmit GOtt allein. Sollte ich dann die nichtaus meinem ganzen Herzen lieben, welchemir ein so großes Gut zu Wege zu bringenbehülflich sind? Weil mir nun ohnedem, lie-ber Bruder, die Bekanntschaften und Ein-wicklungen längst eine schwere Bürde gewe-sen , so ist dieß mit die Ursache, warum ichmich bei den bewußten Verwirrungen fürjetzt so leidend und still halte, daß auch anZweit. B. m. Th. B dich.