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Geistliche Briefe.
Wir sind öfters zu viel unterm Geräusch,daß wir mehr die Kreaturen, als GOtt,hören, da es bann ja Gnade ist, wenner uns bisweilen was besonders nimmt.Laßet uns das so verschwindende, und soleicht bindende Geschöpf vergessen, und unsauch durch deren Gegenwart nicht aus derEinsamkeit mit GOtt setzen laßen! Ob einGeschöpf bei uns ist, ober ob ein Schat-ten und Gemälde bei uns ist, es ist ebengering zu achten; es ist nichts. GOtt istAlles, und Allein unserer Seele genug. Achja mein GDrr.
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Es ist wahr, was du sagest, du wirst eherdas Geschöpf, als dich selbst, dran gebenkönnen; denn wir sind unbegreiflich riefdurchdrungen mit dem Selbst; wir liebendieses Selbst so sehr, daß wir dem teuflischenTheil alles zu lieb thun, und ihm gern denHimmel gönnen sollten. Allein, vergiß auchdieses selbst, und gib es dran, daß es in sich,und durch die Hand GOrtes von Innenund Außen zerstöret werde. Wo dir diesesGespenst begegnet, da thue nur kindlich deinAuge davor zu, und siehe GOtt an, miteinem einfältigen Glaubensgemerk seiner in-nigen Gegenwart. Ach! dieser GOtt, die-ser GOtt muß uns einnehmen, und unserganzer Vorwurf und Zeirkürzung seyn, undnicht wir selbst oder das Geschöpf. Ebenin dem, daß uns die Geschöpfe in ihre Liebe
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