yg Lebensbeschreibung
habe viele Besuche, auch Hab' ich schonvieles geschrieben, und noch sechs Briefeliegen da unerbrochen. Wie nun die Freun-din» hierauf aus Mitleiden Weggehen wollte,um ihn in Ruhe zu laßen, sprach er lächlend:Ö nein! dlctde du hier; Tersteegen mußnichr geschonec werden, der muß kerneRuhe haben. Und da er sah, daß sie trau-rig ward, stand er auf, ging in der Stubeauf und ab, sang mir fröhlicher Stimme zweiVerse, und suchte also sowohl sich selbst, alsseinen Besuch auf solche Weise zu ermuntern,welchem nach er in dem Gespräche fortfuhr,'zu einem klaren Beweis, daß dem Nächstenzu dienen und demselben sich nützlich zu ma-chen, sein rechtes Element war.
Umgang mit Weltmenschen.
Mit Weltmenschen ging Tersteegen ohneNoth nicht um; wann er aber bei ihnen seynmußte: so wußte er sich so zu betragen, daßsie die größte Ehrfurcht vor ihn haben muß-ten, und durch ikn erbauet wurden. Ein inseinem Orte wohnender Wirth sagte deswegeneinmal zu einem Freunde: wann ich dasHaus dieses Mannes vorbei passlre, ioüberfällt mich jedesmal eine heilige Eb>-furcht, und das Andenken an ibn, machtmir öfters einen riefern Eindruck , alsmanche predigt. Hierzu mag nebst seine»herrlichen und allenthalben hervorleuchtende»Gemüthseigenschaften viel beigetragen haben,
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